Bei uns im Spielraum schaffen wir Platz für alle, die eine Bühne erobern möchten. Wir bringen Körper und Kopf auf unterschiedliche Weisen miteinander zum Schwingen und machen Theater, denken, spielen, probieren und spechen aus und begegnen einander verspielt und ohne Leistungsdruck!

 

In unseren Spielclubs, Schreibwerkstätten, Kursen, Fortbildungen und auch in den etwas aufwändigeren Theaterprojekten können Kinder, Jugendliche und Erwachsene Spaß haben und Erfahrungen im Umgang mit Theater, Text und Tanz sammeln, mit Schreiben und Spielen.

Als Teilnehmende unserer Angebote lernt mensch sich und andere Menschen kennen und ohne Mühe mit Bewegung, Sprache, Bühnenraum und Musik zu experimentieren.

 

Wir sind ein gemeinnütziger Verein und kooperieren mit verschiedenen freien Theatern oder mit Kulturschaffenden aus und in Niedersachsen.

Dazu gehören Medienpädagoginnen und Tänzer,  Filmerinnen und Schauspieler, gelernte Theaterpädagoginnen und Kunststudenten und -studentinnen sowie Medienexperten aus Göttingen und Umgebung.

 

Wir beraten und unterstützen auch Profis wie Laien, Lehrende wie Lernende bei ihren Theaterprojekten oder anderen künstlerischen Anliegen.

 


Alles, was die Kulturentwicklung fördert, arbeitet auch gegen den Krieg.

Sigmund Freud

Erklärung der Vielen

Bundesweit haben sich unter dem Dach der »VIELEN« Kulturschaffende zusammen-geschlossen, um sich mit allen solidarisch zu zeigen, die Opfer rassistischer Hetze und rechtspopulistischer Angriffe auf die Freiheit von Kunst und Wissenschaft sind. Wir setzen mit dieser Erklärung ein gesellschaftspolitisches Signal und zeigen gemeinsam eine Haltung für Toleranz, Vielfalt und Respekt.

 

GÖTTINGER ERKLÄRUNG DER VIELEN

Kunst und Kultur schaffen Räume zur Veränderung der Welt

Als Aktive der Kulturlandschaft in Deutschland stehen wir nicht über den Dingen, sondern auf dem Boden, von dem aus die größten Staats- und Gesellschaftsverbrechen der Geschichte begangen wurden. Diese fanden überall und in aller Öffentlichkeit statt. Die meisten in Deutschland gebliebenen Kulturschaffenden schwiegen zu den nationalsozialistischen Verbrechen oder beteiligten sich sogar daran.

Eine deutliche Antwort darauf war vor 70 Jahren das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland. Sein Artikel 1 legt fest, dass die Würde des Menschen unantastbar ist, und nach Artikel 5 GG sind Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre frei.

Den Werten des Grundgesetzes folgend begreifen wir die Kultur und ihre Einrichtungen, die Museen, Theater, Ateliers, Clubs, Soziokulturelle Zentren und andere Orte als offene Räume, die Vielen gehören. In unserer Gesellschaft treffen viele unterschiedliche Interessen aufeinander und finden sich oft im Dazwischen. Demokratie heißt, miteinander zu verhandeln – immer unter einer Voraussetzung: Es geht um Alle, um jede*n Einzelne*n als Wesen der vielen Möglichkeiten. Es geht darum, geschichtsbewusst zu denken und so zu handeln, dass die Menschenrechte und die Demokratie gestärkt werden!

Rechter Populismus, der Kultureinrichtungen als Akteure dieser gesellschaftlichen Vision angreift, steht der Kunst der Vielen feindselig gegenüber. Rechte Gruppierungen und Parteien, die Veranstaltungen stören, in Spiel- und Ausstellungspläne eingreifen und an einer Renationalisierung der Kultur arbeiten, stellen sich gegen die Freiheit der Kunst. Ihr verächtlicher Umgang mit Menschen auf der Flucht, mit engagierten Künstler*innen, mit Andersdenkenden zeigt, dass sie beabsichtigen, die plurale Gesellschaft nach autoritären und völkischen Kriterien umzuwandeln.

Wir als Unterzeichner der Kunst- und Kultureinrichtungen und ihrer Interessenvertretungen in Göttingen nehmen eine klare Haltung ein:

Wir bieten kein Podium für völkisch-nationalistische Propaganda. Wir wehren die Versuche der Rechtsnationalen ab, Kultur und Geschichte für ihre Zwecke zu instrumentalisieren.

Wir verbinden uns solidarisch mit Menschen, die durch eine extrem rechte Politik immer weiter an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden.

Die unterzeichnenden Kunst- und Kulturinstitutionen führen den offenen, aufklärenden, kritischen Dialog mit dem Ziel, unsere Gesellschaft im Sinne einer offenen, liberalen Demokratie fortzuentwickeln.

Solidarität statt rassistischer Ausgrenzung. Es geht um alle.