mehr zu Alexandra

Alexandra machte schon während ihrer Schulzeit bei sämtlichen Theaterprojekten, die sich ihr boten, mit: von der 2. Küchenmagd in König Drosselbart bis zur Marquise de Moya in dem Stück Kolumbus. Als sie dann in der 11. Klasse im Deutschunterricht bei der Lektüre von Faust hinter dem Tisch hervorkommen und die Gretchen-Szene mit einer Mitschülerin nachspielen durfte, war sie völlig begeistert von dieser Art des Unterrichts!

So studierte sie 1996 – 2002 Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis mit Schwerpunkt Theater in Hildesheim und machte später Fortbildungen zur Commedia dell‘ arte bei Carlo Boso sowie zum freien Erzählen bei Erzählkunst e.V. in Berlin.

Nach dem Studium ging sie aber erstmal für fast fünf Jahre nach Madrid, wo sie für Theater- und Tanzfestivals vor und hinter der Bühne tätig war und auch mit dem DaF-Unterricht begann. Zurück in Göttingen rief sie 2008 an der Uni den Kurs Deutsch lernen durch Theaterspiel ins Leben. Hier konnte sie nun ihre eigene Begeisterung für das Theaterspiel im Unterricht einfließen lassen: mit verschiedenen Theaterübungen, Szenenentwicklungen und Präsentationen wurde Sprache in diesem Kurs tatsächlich erlebt und effektiv weiterentwickelt. Die Teilnehmenden bekamen ein Gespür für Wort-Geste-Emotion, überwanden ihre Sprechhürden, wurden mutiger und hatten Spaß an der deutschen Sprache. Zudem konnten sie sich in diesem Kurs persönlicher einbringen und Facetten an sich selbst wahrnehmen, die so in regulären Kursen nicht zum Vorschein kamen.

2019 promovierte sie zu diesem performativ-ästhetischen Unterrichtsvorgehen an der FU Berlin bei Prof. Almut Hille und Prof. Manfred Schewe (siehe: https://www.schibri.de/autoren/alexandra-hensel) und ist regelmäßig auf Konferenzen (z.B. Scenario in Cork (Irland) aktiv.